Entstehungsgeschichte

1992 Erste Untersuchungen durch David Dürr zur Rechtslage für Eigentumsrechte an einer Wohnung ohne Beteiligung an den anderen Liegenschaftsteilen (im Rahmen der Habilitation an der Universität Zürich)

1993 Publikation David Dürr „Erschwerung von Wohneigentum durch zwingendes Privatrecht“, in Zeitschrift recht 1993, 120 ff.

1995/6 Vertiefung des Modells in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen, Motion NR Baumberger (CVP Winterthur)

1997 Publikation David Dürr „Wohnen und Eigentum im urbanen Umfeld“, Zeitschrift für Schweizerisches Beurkundungs- und Grundbuchrecht

1997, 217 ff., beinhaltend eine Einordnung des neuen Modells in die Grundprinzipien der schweizerischen Sachenrechtsordnung

1997 Parlamentarische Einzelinitiative NR Baumberger zwecks Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen für ein „Kleines Wohnungseigentum“

1998 Präsentation von Gesetzesänderungsvorschlägen durch David Dürr vor der Rechtskommission des Nationalrats, mit zwei Varianten

  • als „Raumrecht“ auf der Basis des Baurechts gemäss Art. 779 ff. ZGB im Sinn eines beschränkten dinglichen rechts an einem Stockwerk;
  • als „Raumeigentum“ auf der Basis des Stockwerkeigentums gemäss Art. 712a ZGB im Sinn von speziell ausgestalteten Miteigentumsan-teilen

1999 Publikation David Dürr „Kleines Wohnungseigentum, Ein neuer Vorschlag zur Eigentumsstreuung“, Schriftenreihe Wohnungswesen des Bundesamts für Wohnungswesen Band 68, Grenchen

1999 2000/3 Weiterentwicklung des Modells in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Immobilienwirtschaft, der Architektur, des Steuerrechts sowie mit Privatinvestoren und gemeinnützigen Wohnbauträgern

2004 Vernehmlassungsvorlage des Bundesamts für Justiz für diverse Änderungen des Immobiliarsachen- und Grundbuchrechts, unter anderem zwecks Schaffung des „Raumrechts“, leider vermischt mit Bestimmungen des Mietrechts, was die Zielsetzung der Eigentumsförderung durchkreuzt (das Vorhaben wird denn auch nicht prioritär weiterverfolgt)

2006/7 Statt dessen nun Evaluation konkreter Pilotprojekte auf der Basis „synthetischer“ Rechtsstrukturen.

PLUS 1